Nepal

LAND

Nepal befindet sich in Südasien, und ist dreienhalb Mal grösser als die Schweiz. Im Norden und im Osten liegt ein Grossteil des Himalaya-Gebirges, unter anderem der Mount Everest, dessen Gipfel mit 8848 Metern den höchsten Punkt der Erde darstellt. Sieben der weiteren zehn höchsten Berge der Erde befinden sich ebenfalls in Nepal. Über 40 Prozent der Landesfläche liegen über 3000 Meter. Damit ist Nepal der durchschnittlich höchstgelegene Staat der Welt. Die Bevölkerung Nepals ist bis heute zum grössten Teil ländlich geprägt.

Im Jahr 2021 lebten 21 Prozent der Einwohner Nepals in Städten, womit das Land im weltweiten Vergleich einen sehr niedrigen Anteil von Stadtbewohnern hat. Die Verstädterung ist jedoch in den letzten Jahren stark angestiegen, die Zuwachsraten in diesem Bereich liegen bei dreieinhalb Prozent pro Jahr und höher. Nepal wurde bis Anfang der 1990er-Jahre bis hinunter auf die lokale Ebene zentral regiert. Im Rahmen der Demokratisierung und Dezentralisierung wurden in mehreren Phasen die Städte in die Selbstständigkeit entlassen. Bis auf Kathmandu fehlt es in allen Städten mehr oder weniger an Ressourcen, die Selbstverwaltung kann daher nur schwer umgesetzt werden. Darüber hinaus gibt es in der Landesverwaltung noch immer starke zentralistische Strukturen, die im Widerspruch zur angestrebten kommunalen Selbstverwaltung stehen. Neben der hohen Landfluchtrate verzeichnet Nepal eine Schwerpunkt-Verlagerung der Bevölkerung vom Gebirge in den Süden. In diesem südlichen Flachlandstreifen Terai entlang der Grenze zu Indien lebt bereits mehr als die Hälfte der Landesbevölkerung, dort entstehen derzeit die meisten neuen Städte. Das grösste Bevölkerungszentrum war und ist nach wie vor das Kathmandu-Tal mit den Teilen Kathmandu, Lalitpur (Patan) und der kleineren Nachbarstadt Bhaktapur. Die Gegend um Kathmandu hat eine Bevölkerungszahl von etwas mehr als 1,5 Millionen. Das zweite grössere Bevölkerungszentrum in den Bergen, das ebenfalls überdurchschnittliche Wachstumsraten hat, ist das Pokhara-Tal mit den Städten Pokhara und Lekhnath.

Nepal ist ethnisch und kulturell ein Mosaik. Bei der Volkszählung im 2021 wurden über 100 verschiedene ethnische Gruppen und Kasten sowie 124 verschiedene Sprachen und Dialekte gezählt, von denen die meisten vom Aussterben bedroht sind. Das nepalesische Kastensystem ist nach wie vor als gesellschaftliches Phänomen vorhanden, wenn auch die Regeln heute weniger strikt ausgelegt werden und die Diskriminierung einzelner Kasten mit der Verfassung von 1962, die von einer Hindu-Monarchie sprach, für unrechtmässig erklärt wurde. Das ethnische Mosaik Nepals besteht hauptsächlich aus indoarischen und tibeto-birmansichen Volksgruppen. Viele der Volksgruppen sind Nachkommen von Flüchtlingen, die sich einst nach Nepal zurückgezogen hatten. Beispielsweise wanderten die Sherpas ab den Jahren 1500 n.u.Z. aus der chinesischen Provinz Sichuan aus dem Osten nach Nepal ein.

Solukhumbu

DISTRIKT

Der Distrikt Solukhumbu, eine Region in Nepal, gehört seit der Verfassung von 2015 zur Provinz Koshi. Er besteht aus den Regionen um den Mount Everest, dieser liegt im Norden des Distrikts. Die Provinz Koshi oft noch als «Provinz Nummer 1» genannt, ist eine der sieben Provinzen in Nepal.

Der Name bezieht sich auf den Fluss Koshi, einem Nebenfluss des Ganges. Die Provinz hat eine dreifache geografische Einteilung – Himalaya im Norden, Hügelland in der Mitte und Terai im südlichen Teil Nepals, das zwischen einer Höhe von 70 Metern und 8848 Metern liegt. Terai bedeutet feuchtes Land und bezeichnet die fruchtbare Tiefebene, die sich südlich des Himalayas von Ost nach West erstreckt. Der Himalaya ist ein Hochgebirgssystem in Asien. Es ist das höchste Gebirge der Erde und liegt zwischen dem indischen Subkontinent im Süden und dem tibetischen Hochland im Norden. Die Begrenzungen im Westen und Osten sind nicht geologisch begründet und werden daher unterschiedlich gezogen. Das Gebirge erstreckt sich auf einer Länge von mindestens 2500 Kilometern von Pakistan bis zum indisch-chinesischen Grenzgebiet in Arunachal Pradesh und erreicht eine Breite von bis zu 330 Kilometern. Im Himalaya befinden sich zehn der vierzehn Berge der Erde, deren Gipfel mehr als 8000 Meter hoch sind, darunter der Mount Everest mit 8848 Metern, der höchste Berg der Erde.

Lumsa

BERGDORF

Das Sherpa-Dorf Lumsa liegt in der Region von Tapting und gehört zum Distrikt Solukhumbu. Tapting umfasst insgesamt neun Dörfer und Lumsa ist das zweitletzte Dorf im Hochtal und liegt auf einer Höhe von 2700 Metern. Im Bergdorf Lumsa leben ungefähr 120 Familien. Die Familien leben vorwiegend als Bauern und sind Selbstversorger. Handwerkliches Geschick und aktive Dienstleistungen als Trekking- oder Expeditions-Mitarbeiter, sichern ihnen ein zusätzliches Einkommen. Das Dorf hat eine eigene Grundschule, welche von rund 75 Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren besucht wird. Im Weiteren hat Lumsa ein altes und neues Kloster, ein kleines Gesundheitscenter und einen Dorfladen mit lokalen Produkten.

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